Ob Faust, Ellenbogen, Schienenbein oder Knie, das alles ist Teil von Thaiboxen, auch Muay Thai genannt. Aber ob man’s glaubt oder nicht, zu dieser Sportart gehört auch, neben Kultur, Religion und einem historischer Hintergrund, ein großes Stück Herz.


Sowohl aus Fitnessgründen als auch wettkampforientiert, die Mentalität muss stimmen. Ohne Ehrgeiz und Disziplin wird es schwierig Erfolgserlebnisse wahrzunehmen. Aber nicht nur der Fakt, dass Muay Thai, auf Grund vom Zusammenspiel von Ausdauer, Schnelligkeit, Reaktionsvermögen, Gelenkigkeit und Kraft zu den anspruchsvollsten Sportarten gehört, sondern auch die psychische Stärke, welche man benötigt, beziehungsweise erlernt, machen Thaiboxen zu viel mehr als nur eine Kampfsportart. Vor Allem als Kämpfer kommt man schnell in Kontakt mit der benötigten Einstellung, dass eine Niederlage nicht gleich etwas schlechtes ist, sondern viel mehr eine Erfahrung ohne die man sich nicht weiterentwickelt. Es dauert etwas bis man diesen Gedanken annehmen kann und ohne ein Kämpferherz wird das schwierig. Zudem klingt es vielleicht erst einmal komisch, aber beim Thaiboxen ist viel Miteinander und Vertrauen gefragt. Während des Trainings ist es unwahrscheinlich wichtig, sich auf das Gegenüber verlassen zu können. Aus dem Freund wird beim Sparring ein Gegner und trotzdem muss man das Gleichgewicht zwischen Training und Kampfsituation halten können. Trainern muss das volle Vertrauen zugesprochen werden, denn  während eines Kampfes tragen sie Verantwortung für einen. Der Stärkere passt sich dem Schwächeren an und man trainiert gemeinsam für das Gegeneinander. Auch Verletzungen gehören dazu. Ab und zu Blutergüsse, Prellungen oder Kratzer klingt vielleicht hart, aber jemand der mit Leidenschaft für Muay Thai brennt, nimmt das lächelnd in Kauf.

 

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